Tiger und mehr

Shownotes

In dieser Folge des SPICK-Wissens-Podcasts begleiten wir Rangerinnen beim Schutz von Tigern, entdecken die Tricks hinter spektakulären Filmstunts und gehen auf Streetfood-Reise rund um die Welt. Drei spannende Geschichten über wilde Tiere, echte Action und Snacks, bei denen manchmal ein bisschen Mut gefragt ist.

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00:00:04: Hallo und willkommen beim Spickwissens-Podcast für aufgeweckte Schülerinnen und Schüler.

00:00:09: Heute schauen wir uns ausgewähltes Aus der Spickausgabe fünfhundert acht etwas genauer an.

00:00:15: Wir begleiten Ranger, die sich für den Schutz der Armothege einsetzen Schauen hinter die Kulissen spektakulärer Filmstands Und gehen auf eine Street Food Reise rund um die Welt Von Bubble Tea bis zu frittierten Heuschrecken.

00:00:30: Drei Kapitel drei völlig unterschiedliche Geschichten Und jede davon steckt voller Überraschungen, spannender Fakten und Dinge die man so vielleicht noch nicht wusste.

00:00:55: Eine Falle von Wilder an.

00:01:05: Eine Kollegin alt herbei und ruft, nicht bewegen!

00:01:09: Dann untersucht sie den Draht.

00:01:11: Wäre hier ein Tiger hineingeraten hätte er kaum eine Chance gehabt.

00:01:16: Die sechs Frauen sind Ranger Und Sie haben eine ziemlich wichtige Aufgabe.

00:01:21: Sie beschützen den Armour-Tiger.

00:01:24: Vielleicht kennst du ihn auch unter seinem anderen Namen Sibirischer Tiger.

00:01:28: Er ist die größte lebende Raubkatze der Welt.

00:01:31: Mit Schwanz kann er knapp drei Meter lang und bis zu dreihundert Kilogramm schwer werden.

00:01:37: Seine Fangszene sind etwa sechs Zentimeter lang.

00:01:40: Ganz schön beeindruckend!

00:01:43: Und trotzdem braucht dieser riesige Jäger dringend Hilfe.

00:01:47: Armutiger leben vor allem in China und Russland, Kälte macht ihnen kaum etwas aus.

00:01:53: Selbst Temperaturen von minus vierzig Grad stecken sie weg.

00:01:57: Viel wichtiger sind genügend Wasser Verstecke Und natürlich Beute.

00:02:03: Bei der Jagd schleichen sich Tiger möglichst gegen den Wind an Rotirsche oder Wildschweine heran, so kann ihre Beute sie schlechter riechen – stundenlang können Sie warten!

00:02:14: Sind sie nah genug dran, greifen sie mit einem gewaltigen Sprung an.

00:02:19: Aber nur etwa jeder zehnte Jagdversuch ist erfolgreich.

00:02:24: Die größte Gefahr für den Tiger kommt allerdings vom Menschen.

00:02:28: Wilderer legen Schlingfallen aus.

00:02:30: Tritt ein Tiger hinein, zieht sich der Draht bei jedem Befreiungsversuch enger zu.

00:02:36: Gejagt werden die Tiere wegen ihres Fels und ihrer Körperteile.

00:02:40: Tigerknochen werden zum Beispiel in der traditionellen asiatischen Medizin verwendet, weil ihnen Heilkräfte zugeschrieben werden.

00:02:48: Dafür gibt es aber keinen wissenschaftlichen Beleg – Es ist Aberglaube!

00:02:53: Trotzdem werden für einen Kilogramm Tigerknoten auf dem Schwarzmarkt bis zu zehntausend US-Dollar bezahlt.

00:03:00: Genau deshalb sind die Rangerinnen unterwegs.

00:03:03: Sie suchen nach Fallen, Fotenabdrücken, Kot-, Beute-Resten und Kratzspuren an Bäumen.

00:03:10: Finden sie etwas?

00:03:11: Fotografieren sie es – und speichern die genauen Koordinaten.

00:03:15: Außerdem kontrollieren sie Fotofallen und wechseln Akkus und Speicherkarten!

00:03:20: Und manchmal wartet auf der Kamera sogar ein echtes Tiger-Selfie Neugierige Tiere, die direkt in die Linse schauen.

00:03:28: Übrigens ist jede Tigerzeichnung einzigartig.

00:03:32: Das Muster aus schwarzen Streifen funktioniert fast wie unser Fingerabdruck, so können Forschende einzelne Tiere auf Fotos wiedererkennen.

00:03:41: Weibliche Ranger sind allerdings noch immer eine Ausnahme.

00:03:44: Laut einer Umfrage in achtundzwanzig Ländern ist nur etwa jeder zehnte Ranger eine Frau.

00:03:50: Wildhüterin Chiushi kennt die Vorurteile.

00:03:53: Viele Menschen glaubten, die Arbeit mit wilden Tieren in den Bergen sei nichts für Frauen!

00:03:59: Doch seit die Rangerinnen im Team sind, seien die Aufzeichnungen sogar detaillierter geworden.

00:04:20: Rangerin Sank Shin erklärt ihrem Sohn, warum sie morgens so früh loszieht und abends oft erst spät nach Hause kommt.

00:04:35: Sie arbeitet dafür, dass es noch wilde Tiere gibt wenn er und seine Freunde einmal groß sind.

00:04:41: Und vielleicht ist genau das die wichtigste Aufgabe des Tigerteams – dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft noch orange-schwarze Pfoten durch den Schnee stapfen.

00:04:59: Stell dir vor, du hängst außen an einem fliegenden Helikopter.

00:05:03: Unter dir geht es ziemlich weit nach unten.

00:05:05: Neben dir kämpft James Bond um sein Leben und plötzlich sollst du auch noch vom Helikoptter springen.

00:05:12: Klingt nach einem ziemlich schlechten Arbeitstag!

00:05:15: Für Standleute gehören solche Szenen allerdings zum Beruf denn wenn es für Schauspielerinnen und Schauspieler zu gefährlich wird übernehmen ihre Doubles Sie tragen die gleiche Kleidung, haben eine ähnliche Größe und werden so gefilmt dass später niemand merkt das da gerade jemand anderes durch die Luft fliegt.

00:05:33: Aber Stundleute sind doch einfach besonders mutige Draufgänger oder?

00:05:38: Ganz und gar nicht!

00:05:40: Der Schweizer Stuntman Oliver Keller sagt sogar, Stuntmen ist kein Drafgängerjob es ist ein Präzisionsberuf.

00:05:48: Autocrashes Überschläge Explosionen oder Sprünge werden vorher immer wieder geübt und bis ins kleinste Detail geplant.

00:05:57: Denn auch Standleute möchten nach Drehschluss möglichst gesund nach Hause gehen.

00:06:02: Nehmen wir eine der spektakulärsten Szenen überhaupt, einen brennenden Menschen.

00:06:08: Auf der Leinwand sieht es so aus als würde jemand tatsächlich in Flammen stehen

00:06:13: Und genau das tut er auch Allerdings mit ziemlich vielen Tricks.

00:06:17: Unter der brennen Kleidung steckt ein Feuerfester-Spezialanzug Das Gesicht wird geschützt und die Haut mit feuerbeständigen Gehl eingeschmiert.

00:06:26: Brennen tut eine spezielle Paste auf der Kleidung, und außerhalb des Bildes stehen Helfer mit Feuerlöschern bereit.

00:06:33: Lebende Fackel klingt also ziemlich verrückt – ist aber genau durchgeplant!

00:06:38: Und der Schauspieler, der aus dem Fenster eines Hochhauses stürzt?

00:06:43: Hängt oft an einem Sicherungsseil.

00:06:45: Das wird später am Computer aus dem Film entfernt.

00:06:48: Bei anderen Sprüngen landen die Stuntleute auf riesigen Luftkissen, die natürlich ebenfalls nicht im Bild zu sehen sind.

00:06:55: Selbst ein spektakulärer

00:06:57: Autöberschlag hat einen Trick – das Auto fährt mit einer Seite über eine Rampe und wird dadurch gezielt zum Überschlagen gebracht.

00:07:05: Aber nicht nur Menschen machen Stanz!

00:07:07: Auch Pferde werden speziell dafür ausgebildet.

00:07:11: Sie galoppieren durch Feuer, brechen durch scheinbar massive Gitter oder stürzen auf Kommando zur Boden.

00:07:17: Und gerade weil Pferde eigentlich Fluchtiere sind, braucht das sehr viel Training und Vertrauen.

00:07:23: Standreiter Steve Sighetti gewöhnt seine Tiere deshalb ganz langsam an ungewöhnliche Situationen.

00:07:29: Ein Gitter durch dass ein Pferd später im vollen Galopp springt besteht zum Beispiel aus hauchdünnen Latten.

00:07:37: Erst wird es dem Pferdd gezeigt dann reitet es langsam hindurch und irgendwann weiß es.

00:07:42: Das Hindernis gibt sofort nach.

00:07:45: Und wie wird man eigentlich Stuntman oder Stuntfrau?

00:07:48: Talent allein reicht nicht.

00:07:50: Man braucht Ausdauer, starken Willen und vor allem jede Menge Training!

00:07:55: Der Schweizer Oliver Keller wusste schon als Kind das er Stuntmen werden wollte.

00:08:00: Und jetzt kommt's – damals war er sogar Spickleser.

00:08:04: Später zog eine Hollywood- und wurde zu einem gefragten Stuntmann.

00:08:08: Er arbeitete an großen Filmen wie Fluch der Karibik und Spider-Man mit und hat sogar schon Johnny Depp gedabbelt.

00:08:16: Heute entstehen natürlich viele spektakuläre Szenen am Computer.

00:08:20: Seile verschwinden digital, Bilder werden verändert und Explosionen können künstlich erzeugt werden Aber echte Stunts wirken eben besonders echt.

00:08:30: Deshalb werden Standleute wohl auch in Zukunft gebraucht Denn hinter einer richtig guten Actions-Szene steckt nicht einfach nur Mut sondern vor allem Vorbereitung Präzision Training und ziemlich viele clevere Tricks.

00:08:44: Und wenn James Bond das nächste Mal scheinbar ganz locker aus einem explodierenden Gebäude springt, weißt du jetzt?

00:08:51: Vielleicht war das gar nicht James Bond!

00:09:01: Stell dir vor, Du könntest einmal um die Welt reisen Aber statt Sehenswürdigkeiten sammelst du Snacks.

00:09:08: Klingt ziemlich lecker oder?

00:09:10: Dann starten wir in Taiwan.

00:09:12: Dort wurde vor rund vierzig Jahren ein Getränk erfunden, das inzwischen auch bei uns fast jeder kennt.

00:09:18: Bubble Tea!

00:09:19: In Taiwan heißt er auch Boba – kalter Grün oder Schwarztee, Fruchtsirup, Milch und natürlich diese Kugeln die durch den dicken Strohhalm nach oben flutschen.

00:09:30: Plopp Die bei uns beliebten Popping-Bobas sind kleine Gelee-Kügelchen, die im Mund zerplatzen.

00:09:36: Traditionell werden dagegen Tapiocaperlen verwendet.

00:09:40: Tapioca ist stärker aus der Manioc-Wurzel.

00:09:43: Durch karamellisierten Zuckersirup werden die Perlen fast schwarz.

00:09:48: Weiter geht's nach Mexiko!

00:09:49: Dort sieht ein beliebter Snack fast wie ein kleines Kunstwerk aus.

00:09:53: Mango en flor, also eine Mangoblüte.

00:09:57: Eine geschälte Mango wird auf einen Spieß gesteckt und so eingeschnitten dass sie wie eine Blume aussieht.

00:10:04: Dann kommen Limettensaft und Chilipulver darüber.

00:10:07: Süß, sauer und scharf gleichzeitig.

00:10:10: Unsere nächste Station verlangt ein bisschen Mehrmut, Thailand.

00:10:15: Dort kannst du auf Märkten frittierte Heuschrecken bestellen.

00:10:19: Sie heißen Takgatan.

00:10:21: oder wie wäre es mit einem gebratenen Skorpion am Spieß?

00:10:26: Vielleicht doch lieber Pommes.

00:10:28: Was für viele Menschen in Europa ungewöhnlich klingt hat in Südostasien eine lange Tradition und Insekten enthalten außerdem jede Menge Proteine.

00:10:38: Lieber etwas weniger Krabbeliges.

00:10:40: Dann ab nach China.

00:10:42: Dort dampfen Bautze in großen Körben, das sind weiche gedämpfte Teigtaschen.

00:10:48: gefüllt werden sie je nach Region mit Fleisch Meeresfrüchten oder Gemüse gegessen werden Sie zu jeder Tageszeit.

00:10:56: besonders beliebt sind sie sogar zum Zmorge.

00:10:59: In Istanbul wiederum stehen an vielen Straßenecken kleine rote Verkaufswagen.

00:11:04: dort gibt es Simit knusprige Teigringe mit Sesam.

00:11:08: Bevor sie gebacken werden, taucht man sie in Packmiss.

00:11:11: Ein dickflüssigen Traubensirup!

00:11:13: Dadurch bleibt der Sesam besser kleben und der Simmit bekommt einen leicht süßen Geschmack.

00:11:19: Und was wäre eine Street-Food Weltreise ohne Großbritannien?

00:11:23: Dort brutzeln Fisch & Chips, Pommes fritt und frittiertes Fischfilet im Backteig.

00:11:29: Seit mehr als einhundertfünfzig Jahren gibt es diesen Snack auf den Straßen Londons.

00:11:34: Früher wurde er sogar in Zeitungspapier eingewickelt.

00:11:37: Heute ist das verboten, zu unhygienisch und ungesund.

00:11:41: Stattdessen gibt's zu Fisch & Chips gerne Essigsauce- und Erbsenpüree.

00:11:46: Unsere Reise geht weiter nach Argentinien.

00:11:49: Dort warten Goldbraune im Panadas Halbmondförmige Teigtaschen mit ganz unterschiedlichen Füllungen Fleisch Käse und Schinken Tunfisch oder Gemüse.

00:12:00: Fast alles kann darin stecken.

00:12:02: Und zum Schluss nach Indien.

00:12:04: Dort landet Masala Dosa auf unserem Teller.

00:12:07: Das sieht ein bisschen wie eine knusprige Omelette aus, der Teig besteht aber nicht wie bei uns aus Mehl und Eiern sondern aus eingeweichtem Reis- und Hülsenfrüchten.

00:12:18: dazu kommen kräftig gewürzte Kartoffeln und verschiedene Soßen.

00:12:22: Street Food zeigt also ziemlich gut wie unterschiedlich Menschen auf der Welt essen.

00:12:27: was bei uns ungewöhnlich klingt kann anderswo ein ganz normaler Snack für zwischendurch sein Und vielleicht ist Essen sogar eine der einfachsten Arten, eine andere Kultur kennenzulernen.

00:12:38: Probieren, staunen und manchmal ein kleines bisschen Mut beweisen.

00:12:43: Bleibt eigentlich nur noch eine Frage.

00:12:46: Bubble Tea?

00:12:47: Mango Blüte?

00:12:48: Bautze oder doch die frittierte Heuschrecke?

00:12:52: So das war's für heute!

00:12:54: Drei Kapitel drei ganz unterschiedliche Themen und doch haben sie etwas gemeinsam.

00:12:59: Hinter allen steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

00:13:04: Vielleicht hast du beim Hören ja auch Lust bekommen, dir das Spickheft fünfhundert acht noch einmal etwas genauer anzuschauen?

00:13:11: Ob Rangerin die sich für den Schutz der Armutteger einsetzen, stuntleute die spektakuläre Action-Szenen bis ins kleinste Detail planen oder Street Food dass uns einmal quer durch die Küchen der Welt führt.

00:13:23: Überall gibt es spannende Geschichten und überraschende Fakten zu entdecken.

00:13:27: Danke, dass du dabei warst!

00:13:29: Und vielleicht hörst du beim nächsten Mal wieder rein.

00:13:32: Beim Spick Wissens Podcast.

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